Fotografieren im Herbst: Nebel und Dunst


NebelNebelschleier legen sich am Morgen über die Landschaft. Die Sonne hat es schwer, diese Schwaden aus Tal und Wäldern zu vertreiben. Man sieht oder ahnt nur die Umrisse der Bäume, der Häuser und der Berge in der Umgebung. Es ist Spätherbst.

Ich weiß nicht wie es ihnen geht, aber ich mag diese typische Zeit ab Mitte November. Es fehlen zwar die Farben der letzten Wochen, als Blätter und Landschaft mit goldenen und roten Farbtönen überzogen waren, aber diese mystische Spätherbststimmung hat auch etwas.

Als Autofahrer ist man zwar nicht so begeistert, aber als Naturfreund und Romantiker kann ich diesen Tagen schon etwas abgewinnen. Und natürlich bin ich auch als Fotograf von diesen Wochen des milchigen Lichtes recht angetan.

Sie werden fragen, wie man denn bitte bei diesen ungünstigen Lichtverhältnissen und verschwommenen Landschaftseindrücken als Fotograf begeistert sein kann?

Fangen Sie einfach selbst einmal diese mystische und geheimnisvolle Stimmung mit ihrer Kamera ein. Sie müssen im Prinzip überhaupt nicht viel beachten, denn genau dieses ungünstige Licht mit seinen Auswirkungen auf das finale Foto macht den Reiz einer Fotoaufnahme des Spätherbstes aus.

Hier sind aber ein paar kleine Tipps, die ihnen vielleicht zu besonders schönen Aufnahmen mit Nebelschleier und Dunst verhelfen:

  • Suchen sie sich in der von Nebel eingehüllten Landschaft einen Eye Catcher, der dem Bild an einigen Stellen ein paar Farbtupfer verleiht oder sich aus dem Dunst hervorhebt. Das kann ein Baum im Herbstkleid sein, aber auch ein Teil eines Gebäudes oder eine Person.
  • Sehr schön wirken den Nebel durchbrechende Sonnenstrahlen, die dem Bild eine sehr spezielle Stimmung verleihen können. Diese Strahlen können für sich selbst schon ein Motiv darstellen, aber in Kombination mit Bäumen oder Bergen wirken sie noch besser.
  • Aufsteigende Nebelschwaden von Feldern und Wiesen geben eine typsiche Herbststimmung. Wenn dann noch ein Jäger-Hochsitz, ein paar einzelne Bäume oder ein angrenzender Feldweg dem Bild einen Blickfang geben dann ist das Motiv perfekt gefunden.
  • Aufsteigender Nebel im Tal lässt sich am besten von einer Anhöhe oder einem Berg aus fotografieren. Ideal ist es, wenn dieser Aussichtspunkt dann auch schon im Sonnenschein liegt, während das Tal noch mit den Nebelschwaden kämpft. Solche Motive gelingen aber meist nur in der Stunde nach dem Sonnenaufgang.
  • Szenen im Nebel können sich schnell verändern. Halten sie bei der morgendlichen Wanderung bereit und wenn Sonne, Umgebung und Nebel ein besonderes Motiv bieten dann müssen sie oft recht schnell reagieren.
  • Je nach Lichtstärke des Objektivs und der Empfindlichkeit der Kamera können die Lichtverhältnisse in Dunst und Nebel lange Belichtungszeiten bedingen. Da hilft oft nur ein Stativ, um unscharfe Aufnahmen zu vermeiden. Alternativ kann man die ISO-Werte anheben, aber dies kann dann zu unschönen Rauscheffekten führen.
  • Ein Tipp, der fast immer gilt: Laden sie den Akku vor dem Spaziergang richtig auf oder nehmen sie einen Ersatz mit. Im Spätherbst ist es schon recht kühl und dies wirkt sich auf die Betriebsdauer des Akkus aus.

Viel Spaß und Erfolg. Und verlieren sie auch im Nebel nicht den Blick für ein schönes Motiv.

Herbstfoto

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