Farbtreue und Farbmanagement


Wahrscheinlich ist jeder von uns schon darüber gestolpert: Man fotografiert einen Gegenstand, optimiert das Bild am PC bis die Farben stimmig erscheinen und dann wird das Foto ausgedruckt.

Meist schaut man enttäuscht auf den Ausdruck, da das Bild gegenüber dem Original oft farblich völlig anders wirkt.

Die Farben sind nicht nur flau und kontrastarm, sie erscheinen auch oft mit einem deutlichen Farbstich.

Und dabei hat man doch extra nicht den preiswertesten Drucker, sondern den Testsieger gewählt.

Im Regelfall liegt das Problem weder beim Drucker, noch an der Kamera oder dem Bildschirm. Es ist die Gesamtheit der Verarbeitungskette, die technisch gesehen einfach eine sehr hohe Varianz beinhaltet. Das Foto ist unter künstlichen Lichtverhältnissen aufgenommen, der Bildschirm ist nach eigenem Gefühl in Helligkeit und Farbe eingestellt, im Drucker werden natürlich unterschiedliche Papiere verwendet. Am Ende führt dies oft zu deutlichen Farbunterschieden, die als sehr störend empfunden werden können.

Die erwartete Farbtreue, also der Ähnlichkeit zwischen den Farben des Originals und des nach der Bearbeitungskette dargestellten bzw. gedruckten Bildes, ist in bestimmten Bereichen der Fotografie, Grafikdesigns und Marketing ein ganz wichtiges Kriterium für den Erfolg von Projekten.

Aber auch im Hobbybereich steigen die Ansprüche ständig und wer möchte nicht gern mit wunderbaren Fotos bei Familie und Freunden aufwarten, die in Brillanz und Farben keine Wünsche offen lassen?

Das Zauberwort zur deutlichen Reduzierung dieser Problematik der falschen Farbdarstellung heißt Farbmanagement bzw. im Englischen, Color Management.

Wie viel Zauberei sich dahinter verbirgt und ob es wirklich eine einfache Lösung zur Optimierung der Farbtreue zwischen all den verschiedenen Geräten gibt, damit beschäftigen wir uns jetzt in den nächsten Artikeln.

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